Mate ist ein in Südamerika weit verbreitetes Aufgussgetränk, das durch Aufguss kleingeschnittener trockener Blätter des Ilex paraguayensis gewonnen wird. Mate bezeichnet ursprünglich das Trinkgefäß (aus dem Quechua mati für Trinkgefäß), heutzutage auch das Getränk, welches von den Guarani caiguá genannt wurde. Die Blätter hingegen werden als yerba (aus dem spanischen hierba: Kraut) bezeichnet. Heutzutage wird Mate oft mit „Gaucho-Tradition“ in Verbindung gebracht, ist aber tatsächlich schon vor der Kolonisierung von den Ureinwohnern Südamerikas getrunken worden. Im Umfeld der traditionellen Anbaugebiete hat Mate regelrechten Kultcharakter. In Rio Grande do Sul, in Paraguay, Argentinien und in Uruguay führt die Mehrzahl der Menschen stets ihren Chimarrão, ihre Calabasa (deutsch: Kalebasse), bzw. ihren mate oder guampa und eine Thermoskanne mit heißem oder eiskaltem Wasser mit und das Geräusch des Mate- oder Tereré-Schlürfens ist allgegenwärtig. In anderen Ländern jedoch konnte er sich nie durchsetzen, weshalb der Export gering blieb und die Produktion vorwiegend dem Eigenbedarf dient. Ursprünglich bzw. heutzutage in den nördlicheren, wärmeren Gebieten wird der Sud als Tereré kalt getrunken (im Sommer sehr erfrischend). Teilweise werden in Südamerika auch andere Aufgussgetränke als Mate bezeichnet, z.B. mate de coca, bereitet aus den Blättern des Cocastrauchs. Herstellung [Bearbeiten] Im südamerikanischen Winter (Mai-September) werden ganze Äste, optimal mit etwa zweijährigen Blättern besetzt, abgeschlagen. Gehandelt wird grüner Mate (Taragin) und gerösteter Mate („Mate real“). Für letzteren werden traditionell die ganzen Äste, heute meist nur die Blätter, Blattstiele, Blütenstiele und die jungen Triebspitzen in Drahttrommeln über einem Feuer gedreht. Hierdurch werden die Enzyme zerstört und damit die Fermentation gestoppt, die Farbe bleibt erhalten und es entstehen charakteristische Aromen. Für den grünen Mate wird das zerkleinerte Erntegut bei 50 bis 60 °C etwa einen Monat lang fermentiert, dann für eine Minute auf 400 °C erhitzt, wobei der Wassergehalt von ca. 60 % auf 25 % fällt. Beide Sorten werden anschließend auf etwa 8 bis 9 % Restfeuchtigkeit getrocknet und in Stückchen zerkleinert oder zu Pulver vermahlen und verpackt. Abhängig von der Region werden verschiedene Granularitäten verarbeitet und konsumiert. In Brasilien vor allem fein mit stark aromatischen Geschmack und Argentinien grob mit leichterem Aroma. Die Jahresproduktion Südamerikas liegt bei rund 300.000 Tonnen (davon 240.000 allein in Argentinien).
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